VW T5 Camper: Ausbau Ideen von Caro & Maxi

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Der T5 Camper von Caro und Maxi (@hula.ontheroad) ist ein echtes Highlight in unserer Sammlung von T5 Ausbau Ideen. Ich habe den Ausbau der beiden bei Instagram entdeckt und freue mich sehr dass sie Lust hatten, ihren Camper bei vanreif vorzustellen.

Dieser Beitrag ist das Ergebnis unseres Gesprächs. Hier findest du spannende Einblicke und Kostenangaben für den Ausbau von Caro und Maxi. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Inhalt: Das erwartet dich

Caro & Maxi stellen sich vor

Zwei Reiselustige Anfang bzw. Mitte 30. Wir sind Caro und Maxi, leben in Baden-Württemberg in Mannheim und arbeiten beide in der Rhein-Neckar-Region. Beim Reisen haben wir vor vielen Jahren mit einem All-inclusive-Urlaub begonnen und direkt gemerkt, dass dies nicht unsere Art vom Weltentdecken ist.

Danach packten wir recht schnell unsere Backpacks, bereisten verschiedene Länder in Asien und Afrika. Aber auch die USA durften mit einem Roadtrip nicht fehlen. In diesen Urlauben pflegten wir Kontakt zu Locals, wanderten durchs Gebirge, lernten Surfen, probierten uns kulinarisch aus, feierten ländertypische Feste und konnten die jeweilige Unterwasserwelt durch das Tauchen entdecken.

Hierdurch haben wir viele Länder kennen und lieben gelernt. Nachdem zu einer bestimmten Zeit das Fernreisen vorerst nicht mehr möglich war, überlegten wir uns eine weitere Art von Urlaub machen. Und so kamen wir zu unserem DIY-Projekt und starteten das Vanlife.

Unseren Campervan „Hula“ nutzen wir mittlerweile entweder an Wochenenden um in die umliegenden Mittelgebirge zu fahren, für 3-4 Tage-Kurztrips oder auch für unsere Jahresurlaube quer durch Europa.

Weitere Infos und Bilder von uns und „Hula“ findet auf Instagram unter @hula.ontheroad. Falls ihr Fragen zum Ausbau habt oder euch einfach so austauschen wollt, meldet euch, wir freuen uns.

Zum Basisfahrzeug

Eine Bekannte von uns wollte ihren VW T5 damals verkaufen und wir wurden auf das Reisen mit Van aufmerksam. Dieser T5 wurde es zwar nicht, aber wir haben uns dann irgendwie trotzdem nur nach anderen VW T5 umgeschaut, das hatte einfach mit all unseren Ideen sehr gut zusammengepasst.

Ein Argument gegen ein größeres Fahrzeug, wie zum Beispiel ein VW Crafter, war auch, dass dieser dann nicht mehr in unseren Innenhof für den Ausbau gepasst hätte. Durch die Größe sind wir nun sehr flexibel, können sowohl in der Stadt mit engeren Straßen und schwierigen Parkmöglichkeiten, als auch in den Bergen oder am Meer mit naturbelassenen Straßen unterwegs sein.

Bedeutend war für uns auch, dass es ein VW-Bus mit langem Radstand ist. Die 40cm mehr Länge als beim kurzen Radstand merkt man einfach ungemein im Innenraum. Außerdem haben wir nur nach Fahrzeugen mit dem 1,9 Liter TDI gesucht, der Motor gilt als sehr verlässlich.

Prioritäten beim Ausbau

Wir wollten einen Wohnraum auf vier Rädern schaffen, in dem wir uns bei jeder Wetterlage gemütlich aufhalten und uns wohlfühlen können. Auch die Liebe zum Detail sollte auf keinen Fall zu kurz kommen.

Außerdem wollten wir den doch eng bemessenen Raum optimal ausnutzen, um möglichst viel Platz im Innenraum zu schaffen. Hier war uns eine drehbare Beifahrerbank und das Couch- Bettkonzept mit einer Liegefläche von 200cm*120cm sehr wichtig, damit wir flexibel sind und trotzdem erholt schlafen können.

Ausreichend Stauraum, damit wir auch Gepäck und Ausrüstung für mehrere Wochen mitnehmen können, war uns ebenfalls von Bedeutung, es sollte verstaut und aufgeräumt wirken. Außerdem wollten wir autark sein, um möglichst viel Freiheiten genießen zu können.

Stromversorgung

Damit wir genug Strom haben, um auch mehrere Tage frei stehen zu können, haben wir eine 100Ah LiFePo4 (Lithium) Batterie als Zweitbatterie in „Hula“ verbaut. Damit versorgen wir alle Verbraucher, wie unseren Kompressor-Kühlschrank, Wasserpumpe, USB-Steckdosen und Lichter. Die Batterie wird aufgeladen über zwei Solarpanele mit insgesamt 200 Watt, die auf das Dach von „Hula“ gebaut sind.

Außerdem wird die Boardbatterie während der Fahrt über einen Ladebooster aufgeladen und als Backup haben wir auch noch einen Anschluss für Landstrom auf dem Campingplatz. Weiterhin ist ein Wechselrichter für max. 1000 Watt eingebaut, damit wir auch Geräte nutzen können, die nur mit normalen 230V-Steckdosen funktionieren.

Wasserversorgung

Unter unserem Waschbecken haben wir einen 19 Liter Frischwasser und einen 16 Liter Abwasserkanister. Eine kleine Tauchpumpe befördert das Wasser dann durch den Wasserhahn in die Emaille-Schüssel. Die Wassermenge reicht bei uns je nach Nutzung für 2-4 Tage, dann müssen wir Frischwasser auffüllen. Wenn es die Location zulässt, machen wir unseren Abwasch aber draußen, damit sparen wir Wasser, welches wir verwenden benötigen.

Kosten des Ausbaus

Unseren VW T5 haben wir gebraucht und privat gekauft. Vor uns wurde er als Shuttle-Bus für den Flughafen genutzt und kostete uns ca. 9.000€. Ein paar Erneuerungen von Verschleißteilen kamen dennoch dazu.

Der Ausbau hat uns mit kompletter Technik und Einrichtung ungefähr nochmal weitere 7.000€ gekostet. Eine gute Summe, die sich für uns vollkommen gelohnt hat, um sie zu investieren.

Dauer des Ausbaus

Wir arbeiten beide in Vollzeit und haben zwischen Mai und August 2021 neben unserer Arbeit den Ausbau gemacht. Ein großer Vorteil war, dass wir „Hula“ während des Ausbaus bei uns im Innenhof stehen lassen konnten, sodass wir zum Feierabend auch für ein paar Stunden gebastelt und geschraubt haben.

Unser Ziel war, dass wir Mitte August 2021 nach Schweden aufbrechen konnten. Das haben wir dann, nach 4 1/2 Monaten Ausbau, erfolgreich geschafft.

Highlights des Campers

Die Liebe zum Detail ist auf jeden Fall eines unserer Highlights im Van, wie beispielsweise die Innenverkleidung der Türen aus Holz oder die Fliesenleiste am Fenster. Dies strahlt einfach eine enorme Wohnlichkeit aus, welche uns auf Reisen wichtig ist.

Durch die drehbare Beifahrerbank bekamen wir ein größeres Platzangebot im Innenraum und rettet uns so manchen regnerischen Tag. Ein weiteres Highlight ist für uns eindeutig unsere ausziehbare Outdoorküche für den Zweiflammengaskocher mit Stauraum – wer kocht nicht gerne bei schönem Wetter im Sonnenuntergang?

Natürlich könnten wir hier noch weitere Punkte nennen, da wir voll und ganz mit dem Selbstausbau zufrieden sind und es bei einem nächsten Mal genauso machen würden.

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Seit 2019 ist Henry zuständig für unseren Blog. Jeder Artikel entsteht in Zusammenarbeit mit Heiko, unserem Camper Ausbau Experten. Er prüft alle Angaben und gibt den Text anschließend frei.

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