Der erste VW T5 Camper in unserer Ideensammlung: Bei Instagram bin ich auf das Profil von Katrin & Patrik gestoßen (@inliebekaethe). Die beiden haben ihren Bulli zugleich liebevoll und praktisch ausgebaut.

In diesem Beitrag stellen sich Katrin und Patrik vor und geben dir einen Einblick in den Ausbau ihres T5 Campers. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Inhalt: das erwartet dich

Katrin & Patrik stellen sich vor

Hey, ich bin Katrin (Jahrgang 1995) und habe zusammen mit meinem Freund Patrik (Jahrgang 1992) einen T5 zu einem Camper ausgebaut. Wir kommen beide aus einer Kleinstadt in der Nähe von Osnabrück in Niedersachsen an der Grenze zu NRW und lieben das Leben auf dem Land.

Ich habe Elektrotechnik studiert und arbeite an der Uni in der Forschung und mache, um es etwas verständlicher auszudrücken, „irgendwas mit erneuerbaren Energien“. In meiner Freizeit gehe ich gerne Laufen und manchmal schwinge ich mich auch (zusammen mit Patrik) aufs Rennrad.

Ich liebe es draußen in der Natur zu sein, spazieren zu gehen und zu wandern. Außerdem mache ich sehr gerne verschiedene Handarbeiten wie nähen, sticken und knüpfe Makramees. Patrik hat Maschinenbau studiert und arbeitet als Konstrukteur. Er ist leidenschaftlicher Rennradfahrer und werkelt in seiner kleinen Werkstatt an verschiedensten Sachen und bastelt Deko und Möbel aus Holz.

Wir beide lieben es draußen unterwegs zu sein und mit dem Auto ortsunabhängig zu reisen. Und da wir beide gerne DIY Projekt umsetzen, kamen wir auf die Idee, uns einen Camper auszubauen.

Warum habt ihr euch für dieses Basisfahrzeug entschieden?

Für uns stand von vornerein fest, dass es ein „kleines“ Fahrzeug werden soll, damit wir damit überall hinkommen und keine Probleme beim Parken oder zu engen Straßen haben. Wir haben uns im Vorhinein dann in der Verwandtschaft von Patrik informiert, da die sich besser mit Autos auskennen.

Uns wurde einstimmig ein T5 mit einem kleinen Motor, da dieser robuster sein soll, empfohlen. Beim Kauf war uns dann noch eine Klimaanlage wichtig, aber ansonsten nicht zu viel „Schnick-Schnack“. Dann kann auch nicht zu viel kaputtgehen.

Wir haben dann relativ schnell unseren T5 Transporter (1.9 TDI, Baujahr 2007, 250.000 km) gefunden und uns direkt in das Modell verliebt. Die beiden zusätzlichen Fenster an den Seiten für genug Licht im Camper und zwei vollwertige Sitze vorne im Fahrerhaus haben uns dann auch noch überzeugt.

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Was war euch beim Ausbau wichtig?

Beim Ausbau war uns vor allem viel und sinnvoll genutzter Stauraum wichtig, weil man bei einem kleinen Camper natürlich nicht so viel mitnehmen kann. Dann wollten wir eine Sitzgelegenheit haben, die man zu einem Bett umbauen kann. So haben wir bei schlechten Wetter auch eine Sitzmöglichkeit im Camper und dabei genug Platz.

Ganz wichtig war uns auch ein Dachfenster, da die Seitenfenster nicht geöffnet werden können. Dadurch können wir nachts lüften, sogar bei schlechtem Wetter. Außerdem wollten wir unseren Camper gemütlich gestalten und einrichten und uns einfach wohl fühlen.

Was hat euch der Ausbau gekostet?

Insgesamt sind wir mit allem bei ca. 14.000 € gelandet. Mit allem meine ich den Bulli, kleinere Reparaturen, den Ausbau und die Ausstattung. Unser T5 (1.9 TDI, Baujahr 2007, 250.000 km) hat 7.800 € gekostet. Kleinere Reparaturen und Wartungen wie der Einbau von neuen Stoßdämpfern und Bremsbelägen, neue Reifen und auch Wechseln von einigen Verschleißteilen wie Luftfilter haben uns ca. 1.000 € gekostet.

Für den Ausbau haben wir ca. 4.000 € bezahlt. Dazu haben wir alles was den Innenausbau betrifft gezählt wie Dämmung, Elektrik, Holz für die Möbel, Schrauben, Kleber, Dichtmasse, Dachfenster, Farbe, Scharniere und vieles mehr. Die Campingausstattung hat uns ca. 1.200 € gekostet.

Darunter haben wir den gesamten Campingzubehör gefasst wie die Kompressorkühlbox, Tisch & Stühle, Geschirr, Gaskocher, Gaskartuschen, Outdoordusche, Thermomatten für das Fahrerhaus, aber auch die Wasserversorgung mit Kanistern und Wasserhahn.

Wie lange habt ihr für den Ausbau gebraucht?

Wir haben uns den T5 im Juni 2021 gekauft. Ausgebaut haben wir in zwei Etappen. In der ersten Etappe haben wir die Rückbank und die Trennwand ausgebaut, alles gesäubert und gedämmt. Das hat ca. einen Monat gedauert. Außerdem haben wir in dieser Zeit unsere Zweitbatterie eingebaut und das Bettgestell reingesetzt, damit wir mit dem Bulli auf unsere erste Reise starten konnten.

Mit dem weiteren Ausbau haben wir nach der Winterpause Anfang 2022 begonnen. Dort haben wir unseren Camper dann in ca. fünf Monaten fertiggestellt. Insgesamt haben wir also ungefähr ein halbes Jahr für den Ausbau an den Wochenenden und nach Feierabend gebraucht.

Wie sieht die Stromversorgung in eurem Camper aus?

Wir haben in unserem Camper eine 12 Volt Stromversorgung aufgebaut. Eine 80 Ah AGM Batterie unter dem Fahrersitz versorgt unsere Verbraucher: Licht, USB Steckdose (für Handys, Tablets und Kamera), 12 V Tauchpumpe und unsere Kompressorkühlbox.

Geladen wird die Batterie während der Fahrt über einen Ladebooster oder zur Not haben wir ein Batterieladegerät fest verbaut. Das brauchen wir aber fast nie, da wir zwei Tage locker mit unserer Batterie hinkommen.

Ansonsten haben wir noch einen Batterie-Tiefenentladeschutz verbaut, um unsere Batterie zu schützen und die Spannung überprüfen zu können. Daraus können wir dann auch den Ladezustand der Batterie ableiten und immer sehen wie „voll“ unsere Batterie ist.

Wir sieht die Wasserversorgung in eurem Camper aus?

Wir haben einen 20 Liter Frischwassertank und einen 13 Liter Abwassertank verbaut. Da wir das Wasser zum Kochen und teilweise auch draußen zum „Duschen“ nehmen, reicht uns ein kleinerer Abwassertank. Eine Tauchpumpe pumpt das Wasser über eine haushaltsübliche Kaltwasserarmatur in die Spülschüssel.

Als Spülschüssel haben wir eine Emailleschüssel genommen und ein Loch in die Mitte gebohrt. Die Armatur ist übrigens drehbar und biegbar, was super praktisch ist.

Was sind die Highlights eures Campers?

Ein Highlight ist ganz klar unser Tisch im Camper. Diesen erhalten wir ganz einfach durch das Runterklappen der Schranktür von unserem Seitenschrank. Dadurch haben wir einen großen Tisch mit genügend Platz zum Essen und wenn der Tisch eingeklappt ist, also der Schrank zu ist, dann haben wir genug Platz im Camper.

Außerdem liebe ich unsere Outdoorküche, die wir auf einem Schwerlastauszug unter unserer Sitzbank/ unserem Bett nach hinten herausziehen können. Dort haben wir einen Gaskartuschenkocher fest verbaut und können direkt mit dem Kochen starten und auch das Essen vorbereiten und Schnippeln können wir direkt auf dem Auszug. Mir macht es so viel Spaß draußen zu kochen und wenn es mal ein bisschen regnet ist man unter der Heckklappe sogar geschützt.

Zu guter Letzt ist mein persönliches Highlight die Holzvertäfelung an unserer Decke. Zusammen mit dem Dachfenster macht es unseren Camper sehr gemütlich.

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Seit 2019 ist Henry zuständig für unseren Blog. Jeder Artikel entsteht in Zusammenarbeit mit Heiko, unserem Camper Ausbau Experten. Er prüft alle Angaben und gibt den Text anschließend frei.