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Viele Selbstausbauer greifen bei der Holzauswahl gerne auf Spanplatten oder MDF-Platten zurück.

Beide Plattenarten sind zwar besonders leicht, können aber auch gefährlich werden: Ihre Beschaffenheit sorgt dafür, dass Schrauben sich mit der Zeit durch Vibrationen lösen können.

In diesem Beitrag erfährst du, welche Arten von Holz sich am besten für deinen Camper Ausbau eignen. Wir wünschen dir viel Spaß beim lesen und allzeit gute Fahrt! 🙂

Inhalt: Das erwartet dich

Übrigens: Hier findest du eine Komplettanleitung für deinen Camper Ausbau.

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Camper ausbauen lassen

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Übersicht: Holzarten im Vergleich

Die gängigsten Holzarten für den Camper Ausbau sind:

  • Sperrholzplatten,
  • Kompaktplatten und
  • Sandwichplatten

Sperrholzplatten sind sowohl leicht als auch relativ günstig. Sie werden deshalb besonders oft verbaut.

Übrigens: Je nach Größe deines Campers kann das verbaute Holz in Summe mehr als 100 kg wiegen. Deshalb ist es so wichtig, bei der Holzwahl auf das Gewicht pro m² zu achten.

Im Folgenden stellen wir dir alle drei Holzarten einzeln vor. Wenn du jedoch gleich unser Fazit lesen möchtest, dann klicke einfach hier.

HolzartGewicht pro m²Preis pro m²Übliche Stärke
Sperrholzplatte10 kg30 € 13-15 mm
Kompaktplatte20 kg30 €6 mm
Sandwichplatte12 kg80 €30-50 mm
Tabelle: Holzarten für den Camper Ausbau im Vergleich
Camper Ausbau Holz

Sperrholzplatten

Sperrholzplatten werden auch Multiplexplatten genannt und sind meist aus Birken- oder Pappelholz gefertigt.

Sie wiegen etwa 10 kg/m² und sind damit sowohl stabil als auch leicht. Am besten verwendest du Platten mit einer Stärke zwischen 13 & 15 mm.

Bei der Herstellung von Sperrholz werden mehrere dünne Holzplatten miteinander verleimt.

Wenn mehr als vier Lagen miteinander verleimt werden und wenn die Platte insgesamt mindestens 12 mm stark ist, dann spricht man von Multiplexplatten.

Sperrholz eignet sich für den gesamten Wohnbereich deines Campers. Bett, Stauraum und Küche kannst du hiermit hervorragend bauen.

Für den Nassbereich deines Campers eignen sich dagegen andere Holzarten besser. Eine gute Wahl sind zum Beispiel die im folgenden Absatz beschriebenen Kompaktplatten.

Eine 15 mm starke Sperrholzplatte aus Pappelholz kostet etwa 30 €/m².

Kompaktplatten

Kompaktplatten eignen sich besonders gut für die Nasszelle deines Campers. Ihr Oberflächen sind auf beiden Seiten wasserfest und pflegeleicht.

Außerdem musst du die Kanten und Oberflächen von Kompaktholz nicht bearbeiten. Die aus Holzfasern und Harz hergestellten Platten sehen von allen Seiten gut aus.

Ein Nachteil: Kompaktplatten sind relativ schwer. Sie wiegen knapp 20 kg/m². Verwende sie daher eher sparsam.

Der beste Platz für Kompaktplatten ist – wie schon gesagt – der Nassbereich deines Campers. Hier kannst du sie sinnvoll einsetzen und das hohe Gewicht als Kompromiss betrachten.

Eine 6 mm starke Kompaktplatte kostet etwa 30 €/m².

Sandwichplatten

Sandwichplatten bestehen aus zwei Deckschichten und einer Innenschicht. Daher ihr Name: In der Mitte befinden sich wahlweise Kartonwaben oder Hartschaum.

Darauf kommen von beiden Seiten dünne Sperrholz- oder Spanplatten. Das Ergebnis erinnert optisch an ein Sandwich.

Manchmal wird diese Holzart aber auch als Verbundplatte bezeichnet. Sie ist mit etwa 12 kg/m² etwas schwerer als Sperrholzplatten, aber leichter als Kompaktplatten.

Allerdings ist eine durchschnittliche Sandwichplatte 50 mm dick. Das solltest du beim Ausbau berücksichtigen.

Eine 50 mm starke Sandwichplatte kostet etwa 80 €/m².

Fazit

Wir empfehlen dir für deinen Camper Ausbau eine Kombination aus Sperrholz- und Kompaktplatten.

Sperrholz verwendest du am besten überall dort, wo keine oder wenig Feuchtigkeit im Spiel ist. Kompaktplatten eignen sich am besten für den Nassbereich deines Campers.

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Seit 2019 ist Henry zuständig für unseren Blog. Jeder Artikel entsteht in Zusammenarbeit mit Heiko, unserem Camper Ausbau Experten. Er prüft alle Angaben und gibt den Text anschließend frei.