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Ein Camper Ausbau setzt gute Planung und technisches Wissen voraus. Damit du gut vorbereitet ans Werk gehen kannst, begleite ich dich in 5 Abschnitten durch den gesamten Ausbau-Prozess. Jeder Abschnitt bringt dich einen Schritt näher an genau denjenigen Camper Ausbau, der zu deinen Bedürfnissen passt. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Inhalt: Das erwartet dich

  1. Camper Ausbau Ideen sammeln
  2. Fenster & Isolierung
  3. Die Camper Elektrik
  4. Die Camper Küche
  5. Der Camper Innenausbau
  6. Zusammmenfassung
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Ausbau-Beratung

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1. Camper Ausbau Ideen sammeln

Wenn du eine gute Vorstellung davon hast, wie dein Camper einmal aussehen soll, dann bist du auf dem richtigen Weg. Mit einem klaren Bild vor Augen kannst du deinen Ausbau in sinnvolle Teilschritte gliedern. So schaffst du dir regelmäßige Erfolgserlebnisse in einem Prozess, der sich gut und gerne über einige Monate erstrecken kann.

Was meine ich, wenn ich von einem “klaren Bild vor Augen” spreche? Vor allem den Grundriss für deinen Camper Ausbau. Lass dich bei der Suche nach Inspiration nicht zu sehr ablenken von Dekoration und Details. Nach einigen Jahren Ausbau-Erfahrung können wir sagen: In erster Linie muss der Grundriss zu deinen individuellen Bedürfnissen passen.

Diese Fragen helfen dir dabei, den richtigen Grundriss zu finden:

Ich werde diese Fragen im Folgenden der Reihe nach betrachten. Nimm dir ausreichend Zeit, um die jeweiligen Optionen mit deinen Bedürfnissen abzugleichen. Wie schon gesagt: Denke dabei ganz praktisch. Jede Alternative kommt mit Vor- und Nachteilen daher. Entscheide dich am besten für diejenige Option, deren Nachteile dich am wenigsten stören und auf deren Vorteile du es abgesehen hast. 🙂

Welches Basisfahrzeug willst du nutzen?

Solltest du dich noch nicht für ein Basisfahrzeug entschieden haben, dann findest du in den folgenden Artikeln ein paar Anregungen. Diese Fahrzeuge sind besonders beliebt als Grundlage für einen Camper Ausbau:

Welche Art von Bett willst du einbauen?

Das Camper Bett nimmt in vielen Fällen die meiste Fläche in Anspruch. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, dieses Platzproblem zu umgehen. Aber fangen wir von vorne an. Das sind die gängigsten 5 Alternativen beim Camper Bett:

  1. Längsbett (fest)
  2. Querbett (fest)
  3. Ausziehbett
  4. Klappbett
  5. Absenkbarer Tisch

Ein Längsbett ist vor allem für hoch gewachsene Menschen geeignet, die keinen allzu großen Wert auf eine große Küche oder Extras wie eine Nasszelle legen. Wer sich für ein fest verbautes Längsbett entscheidet, der darf sich auf den Comfort einer Liegefläche freuen, die genauso groß ist, wie man es von zuhause kennt.

Ein Querbett nimmt deutlich weniger Platz weg, ist aber auch nur für durchschnittlich große Menschen geeignet. Hier bleibt genug Fläche übrig, um die Küche großzügig zu gestalten. Außerdem lassen sich die Sitzgelegenheiten in diesem Fall leichter gegenüber positionieren.

Ein Ausziehbett ist die am häufigsten gewählte Option, um Platzprobleme zu umgehen. Es kann sowohl längs als auch quer angelegt werden. Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass du häufiger umbauen musst als im Falle eines fest verbauten Bettes.

Ein Klappbett ist die zweitbeliebteste Alternative zum fest verbauten Camper Bett. Wir haben Klappbetten bislang ausschließlich in Mini Campern verbaut. Auch hierbei besteht ein gewichtiger Nachteil darin, dass du regelmäßig umbauen musst, um aus den Sitzbänken ein Bett zu machen.

Ein absenkbarer Tisch wird ebenfalls oft verbaut: Tagsüber bildet der Tisch das Zentrum einer u-förmigen Sitzecke, nachts dient er als Teil der Liegefläche. Der größte Vorteil dieser Variante besteht wohl darin, dass tagsüber relativ viele Personen im Camper Platz finden. Der Nachteil auch hier: häufiges Umbauen.

Wo soll die Küche stehen?

Die Küche ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil der meisten Camper. Sie kann zum einen mehr oder weniger großzügig ausfallen, zum anderen ist ihr Standort entscheidend für die weitere Gestaltung deines Ausbaus. Das sind die 2 gängigsten Standorte der Küche:

  1. quer hinter den Autositzen
  2. längs gegenüber der Schiebetür

Wenn du die Küche quer hinter den Autositzen platzierst, dann nutzt du diese Fläche aus meiner Sicht besser als bei anderen Grundrissen. Hinzu kommt, dass du die Küche hierbei auch so planen kannst, dass sie zugleich von außen nutzbar ist. Bei dieser Option kann die Küche allerdings nur so breit sein wie dein Basisfahrzeug.

Wenn die Küche längs gegenüber der Schiebetür steht, dann kannst du sie in einem ausreichend langen Fahrzeug relativ großzügig planen. Hierbei solltest du dir überlegen, ob die Küche direkt an das Bett angrenzen soll oder ob du dazwischen etwa zwei gegenüberliegende Sitzplätze platzieren willst.

Im Artikel Camper Küche selber bauen findest du eine umfassende Anleitung zu diesem Thema. Darin begleite ich dich in 6 einfachen Schritten auf dem Weg zu derjenigen Küche, die am besten zu deinen individuellen Wünschen passt.

Wie viele Personen sollen im Camper sitzen können?

Unsere Kundinnen und Kunden kommen mit ganz unterschiedlichen Wünschen auf uns zu: einige wollen in kleineren Gruppen im Camper sitzen können, anderen reichen 2 Sitzplätze völlig aus. Übertragen auf den Grundriss deines Ausbaus gibt es ein paar Optionen, die verschiedenen Wünschen gerecht werden:

  1. Sitzhocker gegenüber
  2. Sitzhocker nebeneinander
  3. U-Sitzbank (schwebend)
  4. U-Sitzbank (stehend)

Gegenüberliegende Sitzhocker sind besonders geeignet für Ausbauten mit fest verbautem Querbett und einer quer hinter den Autositzen stehenden Küche. Bei diesem Grundriss ist in der Länge tendenziell mehr Platz vorhanden, den du auf diese Weise sinnvoll nutzen kannst. Ein Ausziehtisch unter dem Bett macht diese Alternative rund.

Nebeneinanderliegende Sitzhocker sind besser geeignet für Ausbauten mit fest verbautem Längsbett und einer Küche, die längs gegenüber der Schiebetür steht. So kannst du auch bei diesem Grundriss die Länge deines Fahrzeugs optimal nutzen. In diesem Fall bietet sich ein schwenkbarer Tisch besonders gut an.

Eine schwebende U-Sitzbank empfehle ich dir wenn du vielen Gästen einen Sitzplatz anbieten möchtest, ohne dabei auf einen großen Stauraum im Heck deines Campers verzichten zu müssen. Die stehende U-Sitzbank bietet ähnlich vielen Gästen Platz. Bei ihr fehlt jedoch der große zusammenhängende Stauraum im Heckbereich.

Sicher ist es dir schon aufgefallen: Je mehr Sitzgelegenheiten du im Camper unterbringst, desto eher musst du in Kauf nehmen, dass ein festes Bett keinen Platz findet. Stattdessen bietet sich ein absenkbarer Tisch an, der nachts als Teil der Liegefläche dient.

Wie viel Stauraum brauchst du?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Camper Ausbau mit Stauraum zu versehen. Welche der vorhandenen Optionen für dich die beste ist, entscheidest du am besten danach, (a) wie viel Stauraum du benötigst und (b) danach, wie regelmäßig du die verstauten Dinge brauchst.

Wie immer kommt jede Alternative mit Vor- und Nachteilen daher. Nach unserer Erfahrung sind das die 4 gängigsten Arten von Stauraum im Camper:

  1. Hängeschränke
  2. Sitzbänke
  3. Kofferraum
  4. Schwerlastauszug

Hängeschränke verbauen wir vor allem zur Aufbewahrung von Kleidung oder als Bestandteil der Camper Küche. Der Vorteil von Hängeschränken besteht darin, dass sie keine Grundfläche in Anspruch nehmen. Ihr Nachteil ist, dass sie nicht zur Aufbewahrung von größeren Dingen wie z.B. Fahrrädern geeignet sind.

Sitzbänke werden ebenfalls häufig als Stauraum genutzt. Hier kannst du z.B. technische Ausrüstung unterbringen. Dazu zählen z.B. die Standheizung, die Kühlbox oder die Camper Elektrik. Aber auch eine Trockentrenntoilette kannst du hier gut integrieren.

Ein Kofferraum bietet sich vor allem dann an, wenn du größere Dinge wie einen Grill, Fahrräder oder Surfbretter unterbringen willst. Je nach Bedarf kannst du hierfür die gesamte Grundfläche des Camper Bettes nutzen. Bedenke aber, dass du hier nur Sachen verstauen solltest, an die du nicht allzu oft herankommen musst.

Ein Schwerlastauszug ist vor allem dann praktisch, wenn du eher minimalistisch unterwegs bist, z.B. in einem Mini Camper. Bislang haben wir Schwerlastauszüge vor allem dann verbaut, wenn darin eine Außenküche Platz finden sollte.

Brauchst du eine Toilette bzw. eine Nasszelle im Camper?

Eine Toilette im Camper gehört für viele unserer Kundinnen und Kunden dazu. Dabei fällt die Wahl meist auf eine Trockentrenntoilette oder auf eine Chemietoilette. Beide Arten von Campingtoiletten kannst du ganz einfach in einem Sitzelement deines Camper Ausbaus verstauen.

Die eigene Nasszelle im Wohnmobil brauchen nach unserer Erfahrung nicht allzu viele Reiselustige. Hier sind auch andere Lösungen wie z.B. eine Außendusche durchaus praktisch. Immerhin nimmt eine Nasszelle auch recht viel Platz in Anspruch und kann deshalb nur in größeren Fahrzeugen gut untergebracht werden.

2. Fenster & Isolierung

Die Wohnmobil Fenster sind das erste Thema, mit dem du dich beschäftigen solltest. Sie werden vor allen anderen Dingen verbaut. Natürlich ist es auch hier wieder sinnvoll, sich vor dem Einbau ein paar grundlegende Fragen zu stellen. So stellst du sicher, dass du am Ende genau dasjenige Fenster nachrüstest, das zu deinen Bedürfnissen passt.

Das sind die wichtigsten Fragen in Bezug auf deine Wohnmobil Fenster:

  • Wie groß sollen deine Fenster sein?
  • Wie viel dürfen die Fenster insgesamt kosten?
  • Welche Form sollen deine Fenster haben?
  • Welchen Öffnungsmechanismus bevorzugst du?
  • Welche Zusatzfunktonen sind dir wichtig?

In einem ausführlichen Artikel zum Thema Wohnmobil Fenster gehe ich genauer auf jede dieser Fragen ein. Dort findest du auch eine Anleitung zum Nachrüsten von Camper Fenstern sowie weiterführende Informationen zu den Themen Dachfenster und Ausstellfenster.

Nach dem Einbau der Fenster folgt die Isolierung. Unsere Kundinnen und Kunden berichten uns oft, dass sie sich aus Angst vor Fehlern nicht an dieses Thema heran trauen. Tatsächlich gibt es ein paar Dinge zu beherzigen, um die Entstehung von Rostschäden an der Karosserie zu vermeiden.

Daher haben wir eine schrittweise Anleitung zum Thema Isolierung geschrieben. Sie umfasst von der Reinigung des Laderaums bis zum komplett gedämmten Camper alles was du wissen musst. Die fertige Anleitung findest du im Artikel Camper isolieren.

3. Die Camper Elektrik

Die Camper Elektrik erscheint vielen Menschen als die größte Hürde auf dem Weg zum eigenen Camper Ausbau. Ich empfehle dir auch tatsächlich, dieses Thema Fachleuten zu überlassen. Wir vermitteln dir dafür gerne einen Profi. Hier kannst du uns eine unverbindliche Anfrage senden.

Damit du dir trotzdem einen Überblick verschaffen kannst, habe ich die wichtigsten Informationen zum Thema für dich zusammengefasst. Im Artikel Camper Elektrik gehe ich detailliert auf die folgenden Fragen ein:

  • Wie viel Strom brauche ich im Camper?
  • Welche Batterie ist die richtige für mich?
  • Wie lade ich meine Bordbatterie?
  • Was brauche ich an Elektrik im Camper?
  • 12 V oder 230 V Steckdosen im Camper?

4. Die Camper Küche

Auch vor dem Bau der Küche solltest du dir ausreichend Zeit für die Planung nehmen. Neben dem richtigen Standort deiner Küche und dem maximalen Budget sind auch diese Fragen wichtig:

  • Mit welcher Energiequelle willst du kochen?
  • Welche Kühllösung ist die richtige für dich?
  • Wie muss die Wasserversorgung gestaltet sein?

Im Artikel Camper Küche begleite ich dich in 6 einfachen Schritten zu derjenigen Küchenlösung, die am besten zu deinen Anforderungen passt.

5. Der Camper Innenausbau

Zu guter Letzt folgt der Innenausbau deines Campers. Damit sind verschiedene Themen gemeint, unter anderem:

6. Zusammenfassung

Hier findest du alle beschriebenen Schritte nochmal im Überblick. Ich habe auch die wichtigsten Links zu unseren Ausbau-Anleitungen erneut eingefügt.

  1. Ideen sammeln

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    Sammle vorab gute Ideen und beginne erst dann mit deinem Camper Ausbau, wenn du weißt, wo die Reise hingehen soll. Im Abschnitt Ideensammlung begleite ich dich im Detail bei diesem Schritt.

    In einem ausführlichen Artikel findest du eine Übersicht zum Thema Camper Ausbau Ideen. Er beinhaltet Inspiration für viele verschiedene Basisfahrzeuge und Fahrzeuggrößen. Außerdem gibt es auch einen eigenen Beitrag zum Thema Mini Camper.

  2. Fenster & Isolierung

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    Fenster und Isolierung sind die ersten beiden Dinge, die beim Ausbau anstehen. Damit du auch hierfür gut vorbereitet bist, habe ich im Abschnitt Fenster & Isolierung alles Wichtige für dich zusammengefasst.

    Im Artikel Wohnmobil Fenster einbauen findest du eine Anleitung zum Nachrüsten von Camper Fenstern. Außerdem gehe ich dich sehr detailliert bei der Entscheidung für das richtige Fenster.

    Wenn du schon weißt, welche Art von Fenster die richtige für dich ist, dann findest du in den Artikeln zum Thema Ausstellfenster und zum Thema Dachfenster hilfreiche Kauftipps.

  3. Elektrik einbauen

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    Für den Einbau deiner Camper Elektrik wendest du dich am besten an Fachleute. Im Abschnitt Elektrik fasse ich trotzdem die wichtigsten Infos zusammen, damit du einen grundlegenden Überblick bekommst.

  4. Küche einbauen

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    Im Abschnitt Küche greife ich die wichtigsten Punkte in Bezug auf die Planung deiner Camper Küche auf. Eine detaillierte Anleitung findest du im Artikel Camper Küche selber bauen.

  5. Innenausbau

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    Hiermit sind vor allem diejenigen Themen gemeint, die mit Holz zu tun haben. Im Abschnitt Innenausbau gehe ich kurz darauf ein.

    Im Wesentlichen geht es um die Auswahl des richtigen Holzes für deinen Camper Ausbau. Außerdem fällt hierunter das Camper Bett. Wenn du hierfür Inspiration suchst, dann wirst du in den Artikeln zum Thema Ausziehbett und zum Thema Klappbett fündig.

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Seit 2019 ist Henry zuständig für unseren Blog. Jeder Artikel entsteht in Zusammenarbeit mit Heiko, unserem Camper Ausbau Experten. Er prüft alle Angaben und gibt den Text anschließend frei.